>> RADIKAL ANDERS – Eine Polyphonie
von pulp.noir

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Stellen wir uns einen Ort vor, wo auf engstem Raum radikal Anderes aufeinandertrifft.

Und jetzt stellen wir uns vor, das wäre dort kein Grund schwarz zu sehen, sondern der Motor für ein produktives Zusammenspiel. Denn an diesem Ort ist zwar jede_r anders als die anderen, doch sind sie einander gleichgestellt; auch bleiben alle immer unabhängig, obwohl sie eng miteinander kooperieren und gemeinsam Neues schaffen.

Was nach einer schönen Utopie klingt, ist in Wirklichkeit das musikalische Prinzip der Polyphonie. In unserem Fall sind es aber nicht Melodien, die alle einen Solopart spielen und sich trotzdem zu Duos, Trios und zum Quartett verbinden, – hier sind es eine Schauspielerin, ein Tänzer, eine Videokünstlerin und ein Musiker, die einen konstruktiven Dialog aufbauen.

Und weil es an diesem Abend auch um Ver-Änderung geht, durchläuft das Stück verschiedene Stadien: von radikaler Abgrenzung, wo jede_r für sich bleibt, bis zur totalen Entgrenzung, wo es überall nur noch Gleiches gibt. Dazwischen liegt unser utopischer Ort, wo die Grenzen zum Anderen anerkannt und respektiert werden und doch durchlässig sind.

 

Schauspiel Rahel Sternberg Tanz Joshua Monten Video Julia Maria Morf Musik Tobias Reber Künstlerische Leitung Thomas Fischer Licht Lukas Sander Ton Rebecca Vonlaufen, Thomas Winkler Produktion pulp.noir Koproduktion Fabriktheater Rote Fabrik, Roxy Birsfelden, ZHdK
Gefördert durch Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Fachausschuss Theater & Tanz BS/BL, Ernst Göhner Stiftung, SIS – Schweizerische Interpretenstiftung

Fabriktheater Rote Fabrik Zürich
21. November – 02. Dezember 2017
Roxy Birsfelden
März 2018

1. Dezember 2017, 17:00
Polyphone Zukünfte – Eine Lecture Performance im Rahmen von RADIKAL ANDERS, mit spekulativem Design und Talks mit Gästen aus der Kulturwissenschaft und der Trend-und Zukunftsforschung über eine Welt ohne Plural. Eine Veranstaltung von pulp.noir, Master Trends der Zürcher Hochschule der Künste und Master Kommunikations- und Kultur- wissenschaften der Zeppelin Universität Friedrichshafen.

 

 

>> Plato’s Cave
Sound∙Wort∙Video Installation und Performance
15. – 22. Januar 2017, Kunstraum Walcheturm Zürich

PlatosCave Header

Wenn die Ungewissheit nicht aus der Welt zu schaffen ist,
dann nutzen wir sie eben als Freiheit.

 

Fotos & Videos: http://www.pulpnoir.ch/kunst/platos-cave/

Performance  So, 15. / So, 22. Januar, 19:00
Di, 17. Januar, 20:30

Installation  Mo, 16. – So, 22. Januar, 11:00 – 21:00
ausser Di, 17. / So, 22. Januar, 11:00 – 18:00

more soon…

Sprache, Gesang Rahel Sternberg, Nina Salis
Geräusch, Musik Tobias Reber, Fred Bürki, Eric Hunziker, Vincent Membrez,
Thomi Geiger, David Schnee
Körper, Schatten Tanja Turpeinen, Igor Mamlenkov
Video, Raum Julia Maria Morf

Konzept, Realisation Thomas Fischer
Sounddesign, Mix Thomas Winkler, Roman Frischknecht
Grafikdesign Roland Hausheer

Ungewissheit war für die westliche Welt lange Zeit kaum ein Thema mehr, aber jetzt sitzen wieder alle im gleichen Boot. Oder um es mit Platon zu sagen: in der gleichen Höhle. Denn er vergleicht die Menschen mit Höhlenbewohnern, denen ein Schattentheater vorgespielt wird, das sie irrigerweise für die Wirklichkeit halten. Gewissheit gibt’s nur draussen, wohin uns allerdings weder die Philosophie, noch die Religionen oder Naturwissenschaften je geführt haben. – Doch vielleicht ist das gar nicht so schlimm?

In „Plato’s Cave“ warten die Menschen zwar vergeblich auf das Eindeutige und Beständige, aber dafür bietet ihnen die Welt aus Schatten und Echos viel Spielraum, und sinnlich ist sie auch.

Kunstraum Walcheturm Kanonengasse 20, 8004 Zürich, www.walcheturm.ch
Infos, Tickets info@pulpnoir.ch, 079 476 55 68

Für die Unterstützung danken wir bestens:
Stadt Zürich Kultur, Fachstelle Kultur Kanton Zürich, Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung, Migros Kulturprozent, Förderverein pulp.noir